Was macht eigentlich einen Raum aus?
Sind es die Wände? Das Licht? Die Proportionen?
Oder vielleicht etwas, das wir meist gar nicht bewusst wahrnehmen: der Klang.
Mit genau dieser Frage beschäftigte sich Ástvaldur Axel Þórisson in seiner Masterarbeit im Studiengang Architektur an der Universität der Künste Berlin. Unter dem Titel „Shape of Space – Sound as Material: 8 Walls – 8 Sine Waves“ entwickelte er eine begehbare Installation, die Raum nicht nur sichtbar, sondern hörbar macht. Für die Umsetzung stellte SORIWA das SORIWA Multi-System zur Verfügung und unterstützte damit ein außergewöhnliches Forschungsprojekt an der Schnittstelle von Architektur, Akustik und Materialität.
Besonders erfreulich: Die Arbeit wurde offiziell für den Max-Taut-Preis nominiert und zählt damit zu den herausragenden Abschlussarbeiten ihres Jahrgangs.
Architektur beginnt dort, wo Wahrnehmung entsteht
In seiner Arbeit hinterfragt Ástvaldur Axel Þórisson eine Grundannahme der Architektur: dass Räume vor allem über das Sehen wahrgenommen werden.
Tatsächlich erleben wir Gebäude mit allen Sinnen. Wir hören die Resonanz eines Raumes, spüren Materialien und orientieren uns über Klang ebenso wie über Licht. Die Installation macht diese oft übersehene Dimension von Architektur erfahrbar.Acht Wände bilden einen räumlichen Körper, in dem acht Sinuswellen miteinander interagieren. Besucherinnen und Besucher erleben, wie Schall den Raum formt und wie Architektur selbst zu einem akustischen Instrument werden kann.Die Arbeit zeigt eindrucksvoll, dass Raum weit mehr ist als Geometrie. Er ist Atmosphäre, Wahrnehmung und Erfahrung zugleich.

Nachhaltiger Trockenbau als Grundlage für Innovation
Neue Ideen brauchen die Freiheit, ausprobiert zu werden.
Gerade in Forschung, Lehre und experimenteller Architektur sind flexible Systeme gefragt, die sich präzise umsetzen, anpassen und bei Bedarf wieder zurückbauen lassen. Hier kam das SORIWA Multi-System zum Einsatz.
Die modularen Trockenbauelemente ermöglichten die Realisierung der Installation und zeigen zugleich, welches Potenzial moderne Trockenbausysteme für nachhaltiges Bauen bieten. Während die Bauwirtschaft zunehmend nach ressourcenschonenden Lösungen sucht, gewinnen kreislauffähige Materialien, zirkuläres Bauen und modulare Bauweisen immer mehr an Bedeutung.
Für SORIWA ist das ein wichtiger Bestandteil der Bauwende: Baustoffe sollten nicht nur funktional sein, sondern neue Möglichkeiten schaffen – für Architekturbüros, Handwerksbetriebe, Forschungseinrichtungen und Investoren.
Kreislaufwirtschaft beginnt mit neuen Denkweisen
Wenn über Kreislaufwirtschaft im Bauwesen gesprochen wird, denken viele zunächst an Recycling, Materialpässe oder Rückbaukonzepte.
Doch Innovation beginnt häufig schon viel früher – nämlich dort, wo Menschen neue Fragen stellen.
- Wie können Räume anders gedacht werden?
- Wie können nachhaltige Baustoffe neue Formen der Architektur ermöglichen?
- Wie lassen sich Materialien so einsetzen, dass sie flexibel, langlebig und zukunftsfähig bleiben?
Die Masterarbeit von Ástvaldur Axel Þórisson liefert darauf keine fertigen Antworten. Sie zeigt jedoch eindrucksvoll, wie wichtig Experimente sind, um die Architektur von morgen zu entwickeln.

Für den Max-Taut-Preis nominiert
Besonders freut uns, dass die Arbeit nicht nur innerhalb der Universität Aufmerksamkeit erhalten hat. Die Installation wurde offiziell für den Max-Taut-Preis nominiert – eine Auszeichnung, die herausragende Leistungen im Bereich Architektur würdigt. Die Nominierung bestätigt die hohe gestalterische und konzeptionelle Qualität des Projekts. Gleichzeitig zeigt sie, dass innovative Ansätze an der Schnittstelle von Raum, Klang und Materialität zunehmend an Bedeutung gewinnen.
Für SORIWA ist dies ein weiterer Beleg dafür, wie wichtig es ist, mutige Ideen und junge Talente zu fördern. Denn die Zukunft des Bauens entsteht dort, wo Forschung, Kreativität und praktische Umsetzung zusammenkommen.
Forschung trifft Praxis
Für uns bei SORIWA sind Projekte wie dieses weit mehr als ein Sponsoring. Sie zeigen, wie nachhaltiger Trockenbau, innovative Baustoffe und kreislauffähige Bauweisen Teil eines größeren Wandels werden können. Die Verbindung von Forschung und Praxis schafft neue Perspektiven für die gesamte Branche – von der Hochschule bis zur Baustelle. Denn die Zukunft des Bauens entsteht nicht allein durch neue Produkte.
Sie entsteht durch neue Ideen.
Danke für ein inspirierendes Projekt
Wir bedanken uns bei Ástvaldur Axel Þórisson für das Vertrauen und freuen uns, dass das SORIWA Multisystem Teil dieser außergewöhnlichen und für den Max-Taut-Preis nominierten Arbeit sein durfte. Solche Projekte zeigen, wie vielseitig nachhaltige Baustoffe eingesetzt werden können – und wie spannend die Verbindung von Architektur, Forschung, Akustik und Kreislaufwirtschaft sein kann.
Wir wünschen ihm für seinen weiteren Weg viel Erfolg und sind gespannt auf die nächsten Ideen, die Raum neu denken lassen.

